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Der SuKu Der Schrubber Die Winde(n) Der Biwaco |
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Der Hangar hat Stellplatz für etwa sieben Segelflieger. Auf der östlichen Seite sind Küche, Dusche und WC zu finden. Die westliche Seite bietet ein Schattendach wo Winde und Schrupper (wird später noch erklärt) untergestellt werden. Die Stupabox, auch "Rainers Appartement" genannt, ist auch hier zu finden. "Rainers Appartement" ist hoch und heilig und nur für den Fluglehrer reserviert. Die Stupabox ist eine Holzkiste in welcher die erste Blanik per Seefracht aus Europa nach Namibia kam; (Auf dem original Variometer aus der Tschechei steht „Stupa“ für Steigen…).
In der Küche befindet sich ein Gasofen, zwei Gas-Eisschränke und jede Menge Geschirr: Es ist daher alles vorhanden, um eine größere Anzahl an Gästen und Segelflieger empfangen zu können.
Dusche und WC sind jeweils getrennt voneinander und je zweimal vorhanden. Wasser zum Duschen wird meist nur im Winter geheizt, da die täglichen Außen- temperaturen im Sommer meistens die 40 Grad Celsius Marke übersteigen. Die Sonne erhitzt das Wasser so sehr, daß es teils zu warm ist, wenn man sich eine Abkühlung wünscht.
Zum Schlafen findet jeder Segelflieger und Gast genügend Platz. Die Pfanne ist groß für die Naturfreunde und bietet einen Blick in den nächtlichen Sternhimmel, der in dieser Region besonders schön ist. Weitere Schlafmöglichkeiten sind der Hangar und das eigene Auto. "Rainers Appartement" ist reserviert für Rainer Horbert.
Der Hangar, die Küche und sanitären Anlagen verfügen über Licht, das von einer 12 Volt-Solaranlage geliefert wird.
Die beste Zeit für Schulungsflüge ist morgens früh, direkt vor Sonnenaufgang. Da die kühle Morgenluft sehr stabil ist und keine Turbolenzen auftreten, ist dies der geeignete Zeitpunkt zum Schulen. Hier merkt der Schüler am besten, wie das Flugzeug reagiert und kann keine komischen Flugbewegungen auf die turbulente Luft abschieben. Es war dann wohl der Flugschüler selber....
Zwischen 60 und 80 Starts sind normalerweise notwendig bevor der Flugschüler seinen ersten Soloflug machen darf. Mit etwa 25 Stunden Flugdauer ist der Schüler gut vorbereitet auf seinen ersten Soloflug. Bei seinem ersten Solo hat der Schüler schon meistens einen der ersten drei Aufgaben von der "Silber C" bestanden, 1000 oder sogar 3000 Meter Höhengewinn. Vorausetzung ist jedoch, das ein Logger oder ein Barograph mit an Bord geführt wurde, um den Flug zu dokumentieren.
Die "Silber C" ist eine Prüfung mit drei Aufgaben: 1000 Meter Höhengewinn, 5-Stundenflug und eine Strecke von mindestens 50 km im Geradeausflug muss zurückgelegt werden. Es können zwei Aufgaben während des gleichen Fluges gemacht werden, meistens die 1000 Meter Höhengewinn und der 5-Stundenflug. Der 50 km Flug sollte jedoch erst nach dem 5 Stundenflug in Angriff genommen werden.
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Die Blanik ist das einzige Fluggerät das der Klub besitzt. Daher wird dieser Vogel gepflegt und gehütet damit ihm nichts zu Schaden kommt und noch viele erfolgreiche Soloflüge mit ihm gemacht werden können. Als Doppelsitzer und ehemaliges Trainingsflugzeug der tschechischen Luftwaffe ist die Blanik besonders geeignet für unsere angehenden Segelflugpiloten.
Des weitern dient die Blanik auch als Schattendach für Piloten die mal wieder auf das Seil warten müssen. Dies kann durch einen Seilriss oder durch einen schlafenden Schrupperfahrer hervorgerufen worden sein …
Mit einigen hundert Flugstunden und mehreren tausend Starts ist die Blanik eine alte gutm ütige Dame mit viel Flugerfahrung und Erlebnissen.
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Neben dem Segelfliegen in Pokweni ist die zweitwichtigste Beschäftigung der Segelflieger das "socializen". Mit einem kalten Bier in der Hand und am Feuer stehend wird dann die Zukunft von Pokweni besprochen ob reell oder unreell. Bei solchen nächtlichen Besprechungen sind schon einige nützliche Ideen entstanden, die noch heut meist gebraucht werden.
Der SuKu von Pokweni stammt noch von den Zeiten als der Klub auf Bitterwasser geflogen ist. Dies ist ein Gefährt das man meist an ein Auto hängt um die Segler, in unserem Fall die Blanik L13, zum Startort zu transportieren. Die Namen, die solche Gefährte dann meistens bekommen, sind einfach und schlicht aber nicht für jedermann zu verstehen. SuKu bedeutet in der Pokweni Segelflieger-Fachsprache Super Kuller.
Die Zugmaschine hat einen ganz besonderen Namen. Dies ist der klubeigene Pfannenschrubber. Es ist ein VW Kombi der speziell umgerüstet wurde für den Flugbetrieb auf Pokweni. Natürlich ist dies von Mitgliedern getan worden und daher hat der Schrubber genau so viel nützliche wie unützliche Dinge. Segelflieger finden für alles einen Nutzen, wenn es nicht vorher kaputt gemacht wurde und noch vorhanden ist! Wie schon gesagt, die Namen die die Segelflieger vergeben, sind etwas eigen. Der Name Pfannenschrubber stammt daher, daß das Fahrzeug sowohl als Seilrückholfahrzeug sowie auch zu regelmäßigen Fahrten zum Hangar benutzt wird, wenn einer der Piloten wieder etwas vergessen hat. Durch das ewige hin und herfahren wird die Pfanne geschrubbt und sauber gehalten.
Regelmäßige Reparaturen und Wartungsarbeiten sind auch von Nöten an dem Schrubber, da der Staub von der Pfanne sehr fein ist und in jede Ritze und Spalte dringt. Einige Piloten sind daher auch trainierte Automechaniker und können den Schrubber innerhalb kürzester Zeit wieder zum Laufen bringen. Bei größeren Reparaturen sollte dann schon von einem Flugzeug Gebrauch gemacht werden, damit man Ersatzteile aus der Hauptstadt Windhoek organisieren kann. Dies ist jedoch eher die Seltenheit, also müssen die Piloten kreativ sein und Lösungen finden, die ein Wochenende lang halten.
Die Winde ist das "Ein und Alles" des Klubs. Ohne diese findet kein Fliegen statt. Es sei denn, die Piloten sind bereit, für einen Flugzeug-Schlepp etwas mehr zu bezahlen. (Dies ist jedoch äußerst selten der Fall). Gebaut wurde die Winde in den fünfziger Jahren und es soll noch ein Schreiben existieren, in dem der Tsumeb Segelflugklub die Winde dem Bitterwasser Segelflugklub zurückgibt. Auf der Trommel befinden sich 2.5 km Zaundraht. Es hat sich herausgestellt, das dieser leichter ist und nicht so schnell durchschleift (vom ewigen Ziehen auf der Landebahn) wie ein geflochtenes Stahlseil.
Die Winde wurde in den frühen Fünfziger Jahren aus einem "La Salle" mit Cadillac Motor eigenhändig in Okahandja für den Windhoeker Segelfugverein gebaut. Als dann dieser Verein eine neue Winde aus Deutschland bekam hat Hermann Winter* diese dann übernommen und zu sich auf die Farm genommen wo er einen Segelflugklub gründen wollte. Dies ist fehlgeschlagen und Bitterwasser Segelflug hat die Winde dann übernommen. Einige Jahre später wurde der Motor ersetzt durch einen V8 Ford Motor. Ab und zu ging mal wieder was zu Bruch und ein Segelfliegerplan musste her, um die Winde wieder betriebsbereit zu machen.
Der Klub hat Ende März 2004 die Winde vom Erongo Segelflug Klub gekauft. Diese ist straßentauglich und auch zugelassen. Mit der neuen Winde können dann unter anderem gestrandete Segler wieder auf den Flug nach Hause geschickt werden.
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Der Biwaco ist ein mobiles Schattendach und Startleitzentrale in einem. Hier tummeln sich alle, die zeitweilig nichts zu tun haben, wenn alle Flieger in der Luft sind. Wasser, Stühle und Funk sind vorhanden, sodaß man bequem Kontakt mit den Fliegern aufnehmen kann. Biwaco steht für Bitterwasser Control. Auch dieser Name stammt noch von den Zeiten als der Klub noch auf Bitterwasser war. Eigentlich sollte der Biwaco jetzt umbenannt werden auf PoCo (Pokweni Control).
Ausgestattet ist der Biwaco mit Stühlen, Wassertank (gefüllt mit Trinkwasser), Windsack, Funk und einer Kiste zum verstauen und befestigen der Startliste. Eine kleine Solarzelle auf dem Schattendach versorgt die Batterie der Funkanlage mit Strom, sodaß stundenlange Gespräche mit den Fliegern möglich sind.