Klub Geschichte


"Pokweni Soaring Namibia" hat seine Wurzeln auf der Farm Bitterwasser. Diese ist weltbekannt unter Segelfliegern als das Segelflieger-Paradies schlechthin. Am 25. Oktober 1960 startete das erste Segelflugzeug in Bitterwasser, ein L-Spatz, es folgte ein 100 Minutenflug. Dies war der Beweis, dass es möglich ist, in Bitterwasser Segelflug zu betreiben. Die Idee vom Segelfliegen auf der Farm Bitterwasser stammt von Peter Kayssler. Es ist ihm und seinem Bruder Bims zu verdanken, daß sich das Segelfliegen in der Kalahari etabliert hat. Durch regelmäßige Besuche von europäischen Segelfliegern in Bitterwasser hat sich die Farm einen Namen als begehrtes Reiseziel unter Segelfliegern Weltweit gemacht.

Der Klub Bitterwasser Segelflug wurde 1972 gegründet. Es wurde eine Blanik aus der Tschechoslowakei gekauft was sich als problematisch erwies wegen des kommunistischen Regimes, das damals herrschte. Erst die Bezahlung in US-$ machte den Weg frei für die Blanik via Deutschland nach dem damaligen Südwest Afrika. Per Schiff und LKW ging’s nach Bitterwasser, wo sie zusammengebaut und sechs Monate später zum ersten Mal geflogen wurde.

Als Klub Emblem wurde ein Diamant gewählt mit einem blauen stilisierten Segelflugzeug. Er weist hin sowohl auf die leicht zu erfüllenden Bedingungen für die Flüge zum Erreichen der Diamant-Auszeichnung (300km Zielflug, 500km freie Strecke und 5000m Höhengewinn) als auch auf die Diamantenvorkommen an Namibias Küste.

1994 verkaufte Peter Kayssler die Farm Bitterwasser an Schweizer und Deutsche Segelflieger, die die Bitterwasser Pty gründeten. Peter selber zog nach Swakopmund, um seine letzten Jahre in Ruhe zu genießen. Bitterwasser Pty hat es dem Bitterwasser Segelflug Klub gestattet, seinen Flugbetrieb fortzusetzen obwohl die Farm Bitterwasser ausgebaut wurde, um internationale Segelflieger anzulocken. Es entstanden einige Meinungsunterschiede zwischen dem Klub und der neuen Geschäftsführung von Bitterwasser.

1999 beschloss der Klub auf die Farm Pokweni, 36km nördlich von Bitterwasser, umzusiedeln. Der Name Bitterwasser Segelflug wurde beibehalten und einige Verwechslungen zwischen Bitterwasser Segelflug und der Farm Bitterwasser waren die Folge. Wie auf Bitterwasser wird in Pokweni Gebrauch gemacht von einer Pfanne. Diese musste jedoch erst von Büschen befreit werden bevor Segelflugzeuge hier landen konnten. Eine weitere Landebahn (Nord/Süd, 2,5km lang) entstand am westlichen Rand, da die Pfanne nicht so groß ist wie in Bitterwasser und Landemöglichkeiten nur in Ost/West Richtung erlaubte.

Komplett neue Einrichtungen entstanden wie Hangar, Küche, Dusche und WC. Von Bitterwasser wurden sämtliche Kücheneinrichtungen unseres Klubs mitgenommen sowie Ofen, Eisschrank und Kühltruhe. Im Jahre 2001 kam der große Schock. Durch einen bösartigen "Dustdevil“ verlor der Klub den Hangar! Obwohl ein Leichtflugzeug Totalschaden hatte, ist den Segelflugzeugen nichts passiert. "Nur" das Dach und drei Seitenwände waren weggeflogen, dies war jedoch ein erheblicher Schaden für den Klub. Durch großzügige Spenden aus Europa, von Mitgliedern der Bitterwasser Pty und von Einheimischen konnte der Klub einen neuen Hanger bauen, der bis heute noch steht und auch für die Zukunft stehen bleiben wird!

Es war auch in diesem Jahr (2001) in welchem Jos van der Merwe (Farmeigentümer von Pokweni und selber begeisterter Segelflieger) beschloss, das Fliegen in Pokweni in Europa für europäische Gäste bekannt zu machen. Durch stetiges Ausbauen seiner Farm ist es ihm gelungen, Schlafmöglichleiten für etwa 20 Segelflieger zu schaffen.

2003 wurde beschlossen, den Namen des Klubs zu ändern. Aus "Bitterwasser Segelflug" wurde "Pokweni Soaring Namibia".Verwechselungen mit der Farm Bitterwasser gehören nun der Vergangenheit an. Pokweni und der Klub "Pokweni Soaring Namibia" hat sich inzwischen zu einem international bekannten Segelflugplatz entwickelt. Durch die ausländischen Gäste hat der Klub jährliche Einnahmen mit denen das Gerät und Gelände instandgehalten werden, damit auch in Zukunft noch viele erfolgreiche Flüge von Pokweni aus starten können.